Projekt­vorschlag 2025

„Wiesenpark Breitenfurt“:

Positive Entscheidungen durch den Gemeinderat

Der Gemeinderat der Marktgemeinde Breitenfurt hat am Montag, dem 28. September 2026 mehrere Verordnungen und den Raumordnungsvertrag im Zusammenhang mit dem Projekt „Wiesenpark Breitenfurt“ der Grundstückseigentümerin, der BIP Immobi­lienverwaltung Gesellschaft mbH, beschlossen.

Bei den Verordnungen handelt es sich um die Freigabe der Aufschließungszone BK A-4, die Änderung des Bebauungsplans durch Erlassung von Bebauungsbestimmungen für dieses Areal, die Adaptierung des Flächenwidmungsplans hinsichtlich einer Verkehrsfläche sowie die Aufhebung der Bausperre. 

Diese Entscheidungen des Gemeinderats sind wichtig und positiv. Damit wurden – nach jahrelangen Verhandlungen, Bürgerinformationen und Projekt-Präsentationen – die entscheidenden rechtlichen Voraussetzungen für die stufenweise Realisierung des Projektes „Wiesenpark Breitenfurt“ erfüllt, das durch die Errichtung einer neuen PVE der Gesundheitsversorgung und der Schaffung von modernem Wohnraum dient.

Die wichtigsten Fakten zum Projekt „Wiesenpark Breitenfurt“

Das 10 ha große Grundstück (Projektareal ca. 97.000 m²) liegt in Breitenfurt-Ost, davon sind seit vielen Jahrzehnten ca. 58.000 m² gewidmetes Bauland (rund 60%). Es war daher keine Umwidmung notwendig.

Herzstück des Projekts ist eine neue, moderne Primärversorgungseinheit (PVE) zur nachhaltigen Absicherung der Gesundheitsversorgung Breitenfurts und angrenzender niederösterreichischer Gemeinden.

In mehreren Baustufen sollen schrittweise ca. 310 Wohnungen in klimagerechten Wohnhäusern nach den neuesten ökologischen Standards errichtet werden.

Zwischen der PVE und einer ca. 2.200 m² Büro-/Gewerbefläche wird ein „Dorfplatz“ als Ortszentrum mit Kaffeehaus/Bäckerei, Bäumen, Bänken und Office-Möglichkeiten entstehen.

Minimale Versiegelung: Nur ca. 11% der gesamten Fläche des Grundstücks (ca. 11.000 m²) werden verbaut, der Anteil der nicht verbauten Fläche liegt bei 89%.

Die angespannte finanzielle Situation der Gemeinde verbessert sich maßgeblich durch den im Rahmen des Projektes für die Gemeinde realisierbaren Infrastrukturbeitrag (freiwilliger Beitrag und Aufschließungsgebühren).

Das muss man noch wissen

15 Häuser und ca. 310 Wohnungen

• Im ursprünglichen Projekt 2024 waren insgesamt 16 Häuser vorgesehen: 14 Wohnhäuser und 2 Häuser für die PVE. Im beschlossenen Projekt 2026 wurde die Anzahl der Wohnhäuser auf 13 reduziert, in Summe sind es also 15 Häuser (inkl. 2 PVE)
• Die Bruttogrundfläche bleibt mit 36.407 m² unverändert und damit auch die Anzahl der Wohnungen (ca. 310) gleich.
• 10 Häuser bekommen zwischen 2 und 5 Geschoßen, bei 5 Häusern wird die Höhe von 3 Geschoße auf 4 modifiziert. Durch niedrige Bebauung wird der Erhalt des Landschaftsbildes sichergestellt.
• Im Rahmen der vorgesehenen Gebäude soll auch „Seniorenwohnen“ möglich gemacht werden.
• Die Errichtung des gesamten Projekts ist in mehreren Phasen vorgesehen. Zunächst soll die PVE errichtet werden, danach schrittweise die Wohngebäude je nach Bedarf und Marktentwicklung entstehen.

Öffnung und Durchwegung des Grundstücks: Mehr als die Hälfte der gesamten Liegenschaft öffentlich zugänglich

Die Öffnung des gesamten Grundstücks zwischen Hauptstraße und Liesingtalstraße kann im Rahmen des Gesamtprojektes gewährleistet werden. Die Umzäunung soll entfernt und das Zentrum des Areals zu einem Natur-, Grün- und Erholungsraum mit zusätzlicher Begrünung und Bepflanzung umgestaltet werden. Damit wird erstmals eine gute Durchwegung für Fußgänger und Radfahrer sichergestellt.

Mehr Grünraum, Renaturierungsmaßnahmen, Hochwasserschutz und Biodiversitätskonzept

Insgesamt werden im Zuge des Projekts 220 neue Bäume gepflanzt. Durch den Verzicht auf eines der Wohngebäude im Nahebereich des Liesingbaches bleiben weitere rund 1.000 m² Wiese erhalten und dadurch kann entlang des Bachlaufes ein größerer Grünraum geschaffen werden. Diese Maßnahme dient nicht nur Erholungszwecken, sondern ist auch von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung des Hochwasserschutzes.
Damit wird sowohl für Starkregenereignisse als auch für wochenlangen Dauerregen neuer Retentionsraum (Rückhaltevolumen) und damit kontrollierte Rück- bzw. Abflussmöglichkeit für große Wassermengen geschaffen. Das Hangwasser von angrenzenden (bereits seit Jahrzehnten bestehenden) Wohnhausanlagen wird künftig nicht mehr mehrheitlich auf das Projektgelände, sondern in Mulden entlang der Grundstücksgrenzen abfließen (Versickerung vor Ort). Der Liesingbach bleibt so wie bisher unversehrt in seinem natürlichen Flussbett.
Ein großes Augenmerk wird durch die Umsetzung eines Biodiversitätskonzepts auf den Natur- und Artenschutz gelegt, kontinuierlich funktionierende Habitate (CEF-Maßnahmen = Continuous Ecological Functionality) bleiben sichergestellt.

Zeitgemäße Mobilität, ausreichende Parkmöglichkeiten

Ressourcenschonende Parklösungen (unterirdisches Parken in Tiefgaragen, E-Charging) und nachhaltige Mobilitätskonzepte ermöglichen eine spürbare Reduktion der Bodenversiegelung. Geplant sind ca. 620 PKW-Stellplätze (für Bewohner/innen und Besucher), davon 90% unter­irdisch. Dazu kommen allgemein zugängliche E-Ladestationen und Platz für Fahrräder. Wie Verkehrsgutachten von Experten bestätigen, wird die Verkehrsbelastung für den Ort durch das Projekt nur unmerklich beeinträchtigt.

So geht es weiter

Nach den positiven Entscheidungen des Breitenfurter Gemeinderats zum Bauprojekt „Wiesen­park Breitenfurt“ sind nun folgende nächsten Schritte geplant:

Es werden mit den Betreibern des PVE (Primärversorgungseinheit-Ärztezentrum) die vertraglichen und baurechtlichen Vorbereitungen für deren Einreichprojekt vorgenommen und der Gemeinde Breitenfurt als Baubehörde vorgelegt. Das Vorliegen der Baubewilligung ist dann entscheidend für den Zeitpunkt des Baubeginns.

Darüber hinaus werden die Hochwasserfreistellung und wasserrechtliche Bewilligung für Brücken und Bebauung der gelben Zone eingeholt sowie die Landschaftsplanung beauftragt (Sicherstellung der Habitate).

Die Grundstückseigentümerin, die BIP-Immobilienverwaltung Gesellschaft m.b.H., hat sich im Raumordnungsvertrag verpflichtet, mit den Bau von Wohnungen nicht vor dem Baubeginn der PVE zu starten. Daher steht der Zeitplan für die Errichtung der Wohnungen noch nicht fest. Ziel ist es, möglichst rasch damit zu starten, da es aufgrund zahlreicher Anfragen offensichtlich Bedarf an modernen Wohnungen im Grünen gibt.